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17.06.2015

Sicher im Sattel

Angeblich liegt das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde. Das gilt allerdings nur, solange man nicht herunterfällt. Wer beim Reiten unnötige Risiken vermeiden will, sollte folgende Tipps beherzigen.

KOPF

  • Kopfverletzungen sind die zweithäufigste Folge von Reitunfällen.
  • Das kann passieren: Schädelprellung, Gehirnerschütterung, Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen, Platz- und Schürfwunden
  • Das schützt: Ein Reithelm sollte zur Grundausrüstung gehören – egal, ob Anfänger oder Profi. Empfehlenswert sind Helme, die der strengen britischen Norm PAS015 entsprechen. Wichtig sind eine genaue Passform und das Auswechseln nach jedem Sturz.

BEINE UND BECKEN

  • Blessuren an Beinen und Becken sind die vierthäufigste Verletzungsart.
  • Das kann passieren: Beckenbrüche, Kreuzbandverletzungen, Frakturen an Sprung- und Kniegelenk, Schenkelhalsbrüche.
  • Das schützt: Sicherheitssteigbügel, in denen man bei einem Sturz nicht hängenbleibt, und das Tragen von Reitstiefeln mit schwach profilierter Sohle. Diese stabilisieren die Fußknöchel und fördern einen guten Stand im Steigbügel. Sinnvoll sind auch Ausgleichssportarten wie Schwimmen, Klettern oder Kampfsportarten. Das verbessert Koordination und Balance, was dabei hilft, in brenzligen Situationen im Sattel zu bleiben.

HÄNDE, ARME UND SCHULTERN

  • Die oberen Extremitäten sind am häufigsten von Verletzungen betroffen, weil viele Reiter instinktiv versuchen, einen Sturz mit den Armen abzufangen.
  • Das kann passieren: Frakturen, Prellungen und Verstauchungen von Handgelenk, Schlüsselbein, Schultereckgelenk, Vorderarm und Ellenbogen.
  • Das schützt: In speziellen Sturztrainings lernt man, sich über die Schulter und den Rücken abzurollen. Generell gilt: Als Anfänger sollte man professionelle Reitstunden nehmen. Und: Ungeübte Reiter gehören auf ruhige und erfahrene Pferde. In 80% der Fälle ist nämlich das Verhalten des Tieres die Unfallursache.

RÜCKEN UND OBEKÖRPER

  • Wirbelsäule sowie Bauch- und Brustorgane werden beim Reiten am dritthäufigsten verletzt.
  • Das kann passieren: Wirbelbrüche, Wirbelstauchungen, Rippenbrüche, Rippenprellungen, Querschnittslähmungen, Verletzungen von inneren Organen wie Lunge, Milz und Leber.
  • Das schützt:Spezielle Protektorenwesten dämpfen Stöße und schützen den Oberkörper. Gerade für Ausritte ins freie Gelände sind diese zu empfehlen, bei Turnieren sind sie sogar Pflicht. Wichtig: Auch die Weste muss perfekt passen, daher sollte man sich am besten im Fachgeschäft beraten lassen.

Fachliche Beratung: Professor Norbert Meenen, Sprecher der Hamburger AG Reitsicherheit und Ärztlicher Sicherheitsberater der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) 
 

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