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17.06.2015

Audio-Anleitung zur Tastuntersuchung der Brust

Rund 80 von 100 Frauen mit Brustkrebs haben ihren Tumor selbst entdeckt – beim Abtasten der Brust. Deshalb empfehlen Ärzte, die Selbstuntersuchung einmal im Monat durchzuführen. In unserer Audio-Anleitung erklärt Sylke Kiel, Brustschwester an der Uniklinik Jena, die MammaCare-Methode Schritt für Schritt. Dazu hat sie wertvolle Tipps und Empfehlungen. 

Der Vorteil einer regelmäßigen Selbstuntersuchung liegt auf der Hand: Frauen, die ihre Brust jeden Monat abtasten, kennen ihren Körper und nehmen deshalb Veränderungen – beispielsweise Knoten oder Größenunterschiede – eher wahr.
Mit den Tastuntersuchungen beginnen sollte man laut Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft spätestens mit 30 Jahren, bei familiärer Vorbelastung schon ab dem 25. Lebensjahr.
Bevor Sie mit der Audio-Anleitung starten, empfehlen wir Ihnen, sich die allgemeinen Tipps der Brustexpertin zum idealen Tast-Zeitpunkt, zu den Unterschieden der weiblichen Brust sowie zur richtigen Tast-Technik durchzulesen.
 

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Der Zeitpunkt muss stimmen

  • Ideal für das Abtasten der Brust ist die Woche nach Beginn der Regelblutung. Denn dann ist das Brustgewebe besonders weich. Gegen Zyklusende schwillt der Busen unter dem Einfluss der Hormone bei vielen Frauen an. Das Drüsengewebe kann sich dann oft härter oder knotiger anfühlen. Bei Einnahme von Hormonpräparaten ist eine Woche nach Beginn einer neuen Monatspackung ein geeigneter Zeitpunkt für die Brust-Selbstuntersuchung.

    Auch nach dem Eintreten der Wechseljahre sollte eine Frau sich selbst weiter regelmäßig abtasten. Da die Brust dann nicht mehr hormonellen Schwankungen ausgesetzt ist, kann der Zeitpunkt jedoch frei gewählt werden. Am besten reserviert man sich in diesem Fall für die Tastuntersuchung immer einen bestimmten Tag, zum Beispiel den ersten Tag eines Monats.
Jede Brust ist anders

  • Wer seine Brust zum ersten Mal abtastet, erschrickt vielleicht, weil sich das Gewebe viel unregelmäßiger anfühlt als erwartet. Besonders junge Frauen haben oft einen knotigen, festen Busen. Im Übrigen sind nicht alle Bereiche einer Brust gleich aufgebaut. Im oberen und äußeren Viertel der Brust ist das Drüsengewebe dichter, weshalb sich die Strukturen hier besonders körnig und knotig anfühlen können.

    Es geht bei der Selbstuntersuchung vor allem darum, die unterschiedlichen Strukturen der eigenen Brust kennenzulernen – und so zur Expertin für die eigene Brust zu werden. Jede Frau sollte sich bei der Tastuntersuchung deshalb folgende Fragen stellen: Wo fühlt sich meine Brust wie an? War das beim letzten Mal auch schon so?

    Fallen beim Abtasten Knoten, ein Größenunterschied oder andere Abweichungen auf, ist dies noch lange kein Grund zur Panik. Denn: Veränderungen, die man bei der Brustuntersuchung spürt, sind oft gutartig. Trotzdem: Sollten Sie Veränderungen bemerken, ist es ratsam, einen Gynäkologen aufzusuchen.
Die richtige Tast-Technik

  • Beim Abtasten im Liegen untersucht man die rechte Brust mit der linken, die linke Brust mit der rechten Hand. Zum Abtasten werden die drei mittleren Finger benutzt. Die Unterseite der Fingerkuppen wird dazu ganz flach aufgelegt, die Hand sollte dabei gestreckt oder sogar leicht überstreckt sein.

    Getastet wird in kleinen kreisförmigen Bewegungen und in drei verschiedenen Druckstärken: Zuerst mit leichtem Druck, womit man den Bereich direkt unter der Haut ertastet. Dann mit mittlerem Druck, um die mittleren Gewebeschichten zu erreichen. Und zum Schluss mit kräftigem Druck, bei dem die Rippen zu spüren sind. Auf diese Weise können Verhärtungen in den verschiedenen Ebenen des Brustgewebes ertastet werden.
Brustexpertin Sylke Kiel

  • Unsere Expertin im Audio-Interview ist Sylke Kiel. Sie arbeitet am Brustzentrum des Uniklinikums Jena als „Breast Care Nurse“ – eine hochspezialisierte Pflegeexpertin für Brusterkrankungen.
    Das Abtasten der Brust ist für die spezialisierte Krankenschwester tägliche Routine. Am Jenaer Brustzentrum bietet sie regelmäßig spezielle Kurse nach der sogenannten MamaCare-Methode an. Mit dieser systematischen, wissenschaftlich fundierten Methode sollen Frauen die Selbstuntersuchung der Brust erlernen.
    Am Modell üben die Kursteilnehmerinnen eine spezielle Tast-Technik, die sie anschließend alleine zu Hause anwenden können. Die Kurse vermitteln daneben allgemeine Informationen, beispielsweise zum Aufbau der weiblichen Brust.


Die 5 Schritte der Selbstuntersuchung nach der MammaCare-Methode

In den Podcasts erklärt Sylke Kiel Schritt für Schritt, wie Sie bei der Tastuntersuchung der Brust nach der MammaCare-Methode vorgehen.

Natürlich kann diese Anleitung den Besuch eines MammaCare-Kurses oder eine Beratung durch den Frauenarzt nicht ersetzen – denn nur dort kann auf die ganz individuellen Bedürfnisse jeder Frau eingegangen werden. Sie bietet aber eine gute Möglichkeit, sich mit der Tastuntersuchung auseinanderzusetzen oder die Kenntnisse aus einem Kurs aufzufrischen.

Auf den Illustrationen sehen Sie jeweils links die Position, die Sie für den Tast-Schritt einnehmen sollten, rechts den Bewegungsablauf beim Ertasten. Drücken Sie einfach den Play-Button unter den Illustrationen und hören Sie, was es bei den einzelnen Schritten zu beachten gilt.

1. Schritt: Blickkontrolle im Spiegel


2. Schritt: Check der Brustwarzen


3.Schritt: Abtasten der Brustaußenseite


4. Schritt: Abtasten der Brustinnenseite


5. Schritt: Prüfung des Schlüsselbein-Bereichs

 

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(0 89) 21 60-93 55

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