Aufbau einer PKV
Aufbau einer PKV
Aufbau einer PKV

Die PKV beruht auf dem Individualisierungsprinzip

Grundlage für die Kalkulation der Versicherungsbeiträge innerhalb einer privaten Krankenversicherung ist das Individualisierungsprinzip, auch Äquivalenzprinzip genannt.

Die Prinzipien der Privaten Krankenversicherung fasst ein Rundschreiben der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) vom 23. November 2012 zusammen: In der PKV zahlt jede versicherte Person einen individuell berechneten Beitrag. Dieser setzt sich zum einen aus den beiden persönlichen Faktoren „Eintrittsalter” und „Gesundheitszustand” des Versicherten zusammen. Zum anderen errechnet sich der Versicherungsbeitrag aus dem gewählten Tarif und den darin enthaltenen Leistungen.

Alterungsrückstellungen zur ergänzenden Finanzierung

Die PKV finanziert sich über individuell erhobene Beiträge. Ein Teil dieser Beiträge wird genutzt, um die laufenden Kosten und Ausgaben zu decken. Ein weiterer Teil wird für die gesundheitliche Versorgung im Alter zurückgelegt. Erfahrungsgemäß steigen mit zunehmendem Alter die Ausgaben für gesundheitliche Leistungen etwa durch häufigere Arztbesuche oder eine höhere Anzahl notwendiger Medikamente. Mit Alterungsrückstellungen sorgt die Versicherung für diesen steigenden Bedarf vor. Die Rückstellungen helfen außerdem dabei, dass die finanzielle Belastung für den Einzelnen möglichst konstant bleibt.
Der Dreiklang aus laufenden Beitragseinnahmen, Alterungsrückstellungen sowie deren Verzinsung deckt also zum einen sämtliche Versicherungsleistungen und hält zum anderen die Versicherungsbeiträge auch im Alter stabil.

Geld zurückbekommen mit der BRE

Versicherte, die in einem bestimmten Zeitraum keine Leistungen beansprucht haben, können sich einen Teil ihrer gezahlten Beiträge rückerstatten lassen. Durch die Beitragsrückerstattung (BRE) beteiligt die Union Krankenversicherung (UKV) ihre Versicherten am Überschuss des Unternehmens. Die UKV legt jährlich neu fest, wie hoch die Beitragsrückerstattungen (BRE) ausfallen. Im Merkblatt zur BRE können Sie sich über die Höhe der Rückzahlungen für 2016 und 2017 informieren.
Die wichtigsten Infos zum Aufbau einer privaten Krankenversicherung zusammengefasst:
  • Die PKV beruht auf dem Individualisierungsprinzip.
  • Die Versicherungsbeiträge ergeben sich aus Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Tarif-Leistungen.
  • Alterungsrückstellung helfen, Beiträge stabil zu halten.
  • Die PKV beteiligt Versicherte mit Beitragsrückerstattungen am Erfolg des Unternehmens.

Der kleine UKV-Ratgeber

Anwartschaftsversicherung – wenn die PKV ruhen soll

Sie können Ihre private Krankenversicherung ruhen lassen, beispielsweise dann, wenn Sie in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherungspflichtig werden. Durch den Abschluss einer Anwartschaftsversicherung sichern Sie sich bestimmte Rechte aus der PKV für einen späteren Zeitpunkt.

Die Vorteile einer Anwartschaftsversicherung:

  • Nach Aktivierung der Versicherung gibt es keine Wartezeiten. Sie haben direkt einen Leistungsanspruch.
  • Eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt.
  • Auch wenn Sie beim Wiederaufleben der PKV ein höheres Eintrittsalter haben, profitieren Sie vom günstigeren Beitrag bei Vertragsabschluss.