Pflege zu Hause – Eine persönliche Entscheidung
Pflege zu Hause – Eine persönliche Entscheidung
Pflege zu Hause – Eine persönliche Entscheidung
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Die meisten Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause betreut. Etwa zwei Drittel entscheiden sich für diese Lösung. Dabei handelt es sich vor allem um Menschen, die weniger intensiv gepflegt werden müssen. Das gewohnte Umfeld bietet Sicherheit und ein möglichst selbstständiges Leben. Mit einer guten Planung und den richtigen Partnern kann so der Umzug ins Pflegeheim vermieden oder hinausgezögert werden.

Was bedeutet Pflege zu Hause?

Wenn An­gehörige die Pflege über­nehmen, hat die pflege­bedürftige Person An­spruch auf das so­genannte Pflege­geld. Über die Ver­wendung ent­scheiden die Betroffenen selbst­ständig – das Pflege­geld ist dabei eine An­erkennung für die betreuenden Personen.
Eine 24-Stunden-Betreuung soll auch Zuhause möglich sein. Eine Pflegeperson kann aber während eines Urlaubs oder durch eine Krankheit zeitweise ausfallen. Die Pflegeversicherung zahlt dann für bis zu 14 Wochen pro Kalenderjahr einen Ersatz. Der Anspruch auf Verhinderungspflege besteht aber erst, wenn die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in häuslicher Umgebung gepflegt hat.
Achtung: Sofern die Pflege nur durch eine erwerbs­mäßige 24-Stunden­kraft durch­geführt wird, zum Bei­spiel durch eine polnische Pfege­kraft, ist keine Ver­hinderungs­pflege möglich.
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Pflegebedürftige Personen nach Art der Versorgung und Alter, 2013

Infografik Art der Versorgung von Pflegebedürftigen: vollstationär, ambulant und zu Hause
Infografik Art der Versorgung von Pflegebedürftigen: vollstationär, ambulant und zu Hause

Was ist ein ambulanter Pflegedienst?

Ambulante Pflege­dienste können Sie bei der Betreuung zu Hause unter­stützen. Sie kümmern sich vor allem um die Grund­pflege wie Ernährung, Körper­pflege und Mobil­ität, die häus­liche Krankenpflege und den Haus­halt. Außerdem beraten sie Betroffene. Zusätzlich bieten Pflege­dienste auch Betreuungsleistungen, etwa bei der Alltags­gestaltung, an.

 

Gerade Menschen mit Demenz sind auf Unter­stützung durch ambulante Pflege angewiesen, um weiterhin zu Hause leben zu können. Die gewohnte Umgebung und soziale Kontakte geben Demenz­kranken Sicher­heit und Orientierung. Geschulte Betreuer finden das richtige Maß, um Über- oder Unter­forderung zu vermeiden.

 

Pflege­bedürftige und ihre Angehörigen können gemeinsam mit den Pflege­diensten das Betreuungs­angebot frei zusammen­stellen. So kann etwa ein Teil der Betreuung zwischen Ange­hörigen und ambulantem Pflege­dienst aufgeteilt werden. Die Aus­zahlung des Pflege­geldes verringert sich dann anteilig.

 

Ausführliche Informationen zu den Aufgaben von ambulanten Pflege­diensten und den gesetzlichen Grund­lagen finden Sie auf den Themen­seiten des Bundes­ministeriums für Gesundheit.

Im Video: Betreuungs- und Entlastungsangebote

Wie kann mir die Pflegezeit helfen?

Es gibt drei Formen der Pflegezeit: Arbeitsverhinderung, Pflegezeit und Familienpflegezeit. Sie unterscheiden sich vor allem in der Länge. Ihre Pflegezeit müssen Sie beim Arbeitgeber beantragenPflege und Beruf lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren. Mit der Pflegezeit können Angehörige ihre Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum reduzieren. Während der Pflegezeit besteht voller Kündigungsschutz.
Es gibt drei Formen der Pflegezeit: Arbeitsverhinderung, Pflegezeit und Familienpflegezeit. Sie unterscheiden sich vor allem in der Länge. Ihre Pflegezeit müssen Sie beim Arbeitgeber beantragen.
  • Arbeitsverhinderung: Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung dauert bis zu zehn Tage. Während dieser Zeit werden Sie voll freigestellt und können sich um die Organisation der Pflege kümmern. Zusätzlich können Sie bei der Pflegekasse Pflegeunterstützungsgeld beantragen. Unter bestimmten Umständen trägt die Pflegekasse dann auch die Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnersatzkosten.
  • Pflegezeit: Die eigentliche Pflegezeit dient der Pflege eines Angehörigen in der häuslichen Umgebung. In Absprache mit Ihrem Arbeitgeber können Sie dafür bis zu sechs Monate voll oder teilweise freigestellt werden. Sie erhalten in dieser Zeit entsprechend keinen oder reduzierten Lohn.
  • Familienpflegezeit: Mit der Familienpflegezeit haben Sie die Möglichkeit, die Arbeitszeit bis zu 24 Monate auf mindestens 15 Wochenstunden zu reduzieren. So bleibt Zeit für die private Pflege, Sie scheiden aber nicht aus dem Beruf aus. Das Gehalt wird während dieser Zeit nur um die Hälfte der reduzierten Stunden gekürzt.

Wie kann ich eine Wohnung barrierefrei gestalten?

Eine barrierefreie Wohnung ist eine wichtige Voraussetzung für das Leben und die Pflege im eigenen Zuhause. Manche Immobilien lassen sich schon mit wenig Aufwand altersgerecht umbauen:
Treppen
  • Treppen können Sie durch rutschhemmenden Bodenbelag und Handläufe auf beiden Seiten absichern. Falls die Treppe ausreichend Platz bietet, sollten Sie auch über einen Treppenlift nachdenken.

Türen
  • Türschwellen können Stolperfallen sein und sind für Rollstuhlfahrer oft schwer zu überwinden. Die Lösung sind schwellenlose Türen oder Rampen.

Badezimmer
  • Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf das Badezimmer legen. Auf viele Punkte wie eine ebenerdige Dusche oder eine Wanne mit niedrigem Einstieg können Sie schon in jüngeren Jahren achten. So ersparen Sie sich den Umbaustress im Alter.

Hausnotruf-Systeme
  • Hausnotruf-Systeme bieten bei einem Sturz oder Schwächeanfall zusätzliche Sicherheit. Ein Sender am Handgelenk löst bei einer Erschütterung oder auf Knopfdruck Alarm aus. Der Hausarzt, der ambulante Pflegedienst oder eine vertraute Person werden sofort informiert.

Wie finde ich eine Haushaltshilfe?

  • Haushalts­hilfen können stunden­weise be­auftragt werden. Die Arbeiten können so auf den eigenen Bedarf zu­ge­schnitten werden.
  • Halten Sie am besten im Doku­mentations­bogen fest, welche Tätig­keiten Sie selbst nicht mehr bewält­igen können. Als Fachkräfte erkennen die Haushalts­hilfen der sozialen Dienste frühzeitig, ob weitere Unter­stützung not­wendig ist.

Sie können auch beraten, falls noch keine Pflegestufe, beziehungsweise ab 2017 kein Pflegegrad, besteht. Die meisten ambulanten Pflegedienste sind wohltätige Vereine und arbeiten kostendeckend. Erkundigen Sie sich bei verschiedenen Anbietern in Ihrer Region. Daneben berät Ihre Kranken- oder Pflegeversicherung Sie, welche finanzielle Unterstützung möglich ist.

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  • Haushalts­hilfen können stunden­weise be­auftragt werden. Die Arbeiten können so auf den eigenen Bedarf zu­ge­schnitten werden.
  • Halten Sie am besten im Doku­mentations­bogen fest, welche Tätig­keiten Sie selbst nicht mehr bewält­igen können. Als Fachkräfte erkennen die Haushalts­hilfen der sozialen Dienste frühzeitig, ob weitere Unter­stützung not­wendig ist.

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Pflege ist teuer. Das steht Ihnen zu - als Pflegebedürftiger sowie als Pflegeperson:

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Wohnen & Mobilität

Für die Pflege in den eigenen vier Wänden müssen viele Voraussetzungen geschaffen werden. Hieran müssen Sie denken:

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