Pflege im Heim - was bei der Heimwahl wichtig ist
Pflege im Heim - was bei der Heimwahl wichtig ist
Pflege im Heim - was bei der Heimwahl wichtig ist
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Der Umzug aus der eigenen Wohnung in ein Alten- oder Pflegeheim fällt vielen Menschen schwer. Dabei kann der Schritt auch neue Lebensqualität bedeuten. Wichtig ist die bewusste Entscheidung und dass Einrichtung und Pflegeform sorgfältig ausgewählt werden. 

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Welche Pflegeformen im Heim gibt es?

  • Ältere Menschen sind in der Regel in Altenpflegeheimen gut versorgt.
  • Bei geringem Pflegebedarf kann ein Altenwohnheim oder betreutes Wohnen eine gute Alternative sein.
  • Für jüngere Menschen bieten speziell ausgerichtete Behinderteneinrichtungen das beste Angebot.
Wie intensiv der Pflegebedürftige versorgt wird, wird in Alten- und Pflegeheimen individuell angepasst. So besteht auch die Möglichkeit einer teilstationären Versorgung. Pflegebedürftige werden dann entweder tagsüber (Tagespflege) oder in der Nacht betreut (Nachtpflege). Den Rest der Zeit verbringen sie zu Hause. Wenn die teilstationäre Pflege nicht ausreicht, ist eine vollstationäre Versorgung notwendig. In der Regel stehen den Bewohnern Einzel- oder Doppelzimmer zur Verfügung, die individuell eingerichtet werden können. Durch die Betreuung rund um die Uhr werden sie von vielen alltäglichen Aufgaben entlastet.
Infografik: Pflegebedürftige nach Versorgungsart
Infografik: Pflegebedürftige nach Versorgungsart
Was kostet die Pflege im Heim und was zahlt die Pflegeversicherung?
  • Die Kosten für ein Pflegeheim in Deutschland liegen im Schnitt bei knapp 3.300 Euro. Sehen Sie diesen Betrag aber nur als Richtwert – die Kosten können je nach Bundesland stark schwanken. Wieviel Sie tatsächlich für einen Heimplatz bezahlen, hängt von der Ausstattung, der Lage und dem konkreten Pflegebedarf ab.
    Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Heimkosten. Der genaue Betrag ist mit der Pflegestufe, beziehungsweise ab 2017 dem Pflegegrad, verknüpft. In besonderen Härtefällen werden bis zu 1.995 Euro gewährt – eine Zuzahlung ist aber immer notwendig. Ab 2017 wird dies noch mal angepasst: Pflegebedürftige mit Pflegestufe III + Härtefall werden dann in Pflegegrad 5 überführt und erhalten 2.005 Euro bei vollstationärer Pflege.
    Wie hoch der Eigenanteil ist, hängt von den tatsächlichen Heimkosten und der bestehenden Pflegestufe, beziehungsweise dem Pflegegrad, ab. Die Differenz muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden. In Nordrhein-Westfalen müssen Sie so beispielsweise durchschnittlich mit rund 2.400 Euro Eigenanteil rechnen. Mit der Pflege-Reform 2017 wird der Eigenanteil nach Abzug der Leistungen aus der Pflegepflichtversicherungen für jeden Heimbewohner gleich hoch sein – egal, welcher Pflegegrad vorliegt. Dieser Eigenanteil bezieht sich jedoch nur auf den pflegebedingten Anteil, zusätzlich muss jeder Bewohner Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten etc. tragen.
    Durch die Umstellung auf die neuen Pflegegrade steigen die monatlichen Leistungen. Versicherte, die am 31. Dezember 2016 noch vollstationäre Leistungen beziehen, haben Besitzstandsschutz. Das bedeutet aber nicht, dass sie ab 2017 exakt den gleichen Betrag wie in 2016 von der Pflegeversicherung erhalten. Pflegebedürftige der Stufe I werden z. B. in Pflegegrad 2 übergeleitet. In 2016 haben sie 1.064 Euro von der Pflegeversicherung erhalten, ab 2017 erhalten sie 770 Euro. Sollte der Eigenanteil eines Versicherten im Jahr 2017 höher sein, als der im Jahr 2016, erhält der Versicherte einen Zuschlag in Höhe der Differenz.
    Achtung: Die Kosten für die eine Einrichtung der Behindertenhilfe weichen ab. Hier können nur 266 Euro bezuschusst werden. Die Kosten werden in der Regel vom Sozialhilfeträger übernommen. 

Worauf muss ich beim Personal achten?

Für das Personal in Pflegeheimen gelten besondere Anforderungen.

  • So dürfen nur ausgebildete Fachkräfte Pflegebedürftige betreuen – zumindest müssen sie beteiligt sein.
  • Auch die Nachtwache muss mit Fachkräften besetzt sein.
  • Die Anzahl der Beschäftigten in einem Heim richtet sich nach den dort angebotenen Leistungen. Für jede Pflegestufe, beziehungsweise ab 2017 jeden Pflegegrad, gibt es ein festgelegtes Verhältnis zwischen Pflegebedürftigen und Mitarbeitern. Dieser Personalschlüssel ist in den Bundesländern unterschiedlich.

In jedem Fall spielt jedoch der persönliche Eindruck eine große Rolle. Suchen Sie deshalb wenn möglich frühzeitig den persönlichen Kontakt zu den Anbietern. So können Sie auch mit Mitarbeitern und Heimbewohnern sprechen und gewinnen wertvolle Einblicke.

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Für das Personal in Pflegeheimen gelten besondere Anforderungen.

  • So dürfen nur ausgebildete Fachkräfte Pflegebedürftige betreuen – zumindest müssen sie beteiligt sein.
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In jedem Fall spielt jedoch der persönliche Eindruck eine große Rolle. Suchen Sie deshalb wenn möglich frühzeitig den persönlichen Kontakt zu den Anbietern. So können Sie auch mit Mitarbeitern und Heimbewohnern sprechen und gewinnen wertvolle Einblicke.

Wie kann ich die Qualität noch überprüfen?

Alle zugelassenen Pflegeheime müssen bestimmte Standards erfüllen. Sie basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand von Medizin und Pflege. Überprüft werden die Heime durch den medizi­nischen Dienst der Kranken­kassen (MDK) und den Prüfdienst der privaten Krankenversicherungen.
Die tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen stehen im Mittelpunkt der Prüfung. So fließen auch die Zufriedenheit der Bewohner und die ärztliche Versorgung in die Bewertung mit ein. Bei konkreten Beschwerden sind auch unangemeldete Prüfungen möglich.
Die Ergebnisse der Prüfungen werden in einem Transparenzbericht zusammengefasst und können jederzeit eingesehen werden.
Die Pflegeeinrichtungen sind aufgefordert, sie gut sichtbar auszuhängen. Daneben werden die Berichte auch im Internet veröffentlicht.
Achten Sie bei der Auswahl des Heimes auch auf „weiche“ Faktoren. Dazu zählen etwa die Alltagsgestaltung, kulturelle Angebote oder die Einbindung in die Nachbarschaft. Sie spielen eine wesentliche Rolle für das Wohlbefinden der Bewohner. Eine Orientierungshilfe bei der Suche nach einem geeigneten Heimplatz bietet die „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung.

Zusätzliche Informationen

Auf unseren Themen- und Produktseiten erfahren Sie mehr zum Leistungsumfang einer privaten Pflegeversicherung:

Ausführliche Hintergrundinformationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung für die Pflege zu Hause finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit:

Weiterführende Informationen im Online-Portal für Wohnen und Pflege

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