Erbrecht im Pflegefall
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Das Erbrecht bietet die Möglichkeit, gezielt Angehörige zu berücksichtigen. So können Sie Menschen, die sich besonders gekümmert haben, etwas zurückgeben. Es ist deshalb wichtig, den Nachlass bereits frühzeitig zu regeln. Dabei sollten Sie einige Punkte beachten.

Anerkennung
  • Die Pflege eines Angehörigen kostet Kraft und Zeit. Um diese Leistung anzuerkennen, wurde 2010 das Erbrecht geändert. Seitdem haben Abkömmlinge (z. B. Kinder oder Enkel) oder Erben, die nach §2052 BGB eingesetzt wurden, grundsätzlich einen Anspruch auf Ausgleich der Pflegeleistungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der pflegende Angehörige vor der Pflege berufstätig war oder nicht. Der Ausgleichsbetrag wird dem Erbteil (verringert um die Pflegeleistungen) des pflegenden Abkömmlings zugerechnet. Wichtig: Um den Anspruch möglichst genau zu dokumentieren, sollten Sie zuvor einen Pflegevertrag abschließen.

Testament
  • Mit einem Testament können Sie den Nachlass frühzeitig regeln. So können Sie sicher sein, dass nahestehende Menschen beim Erbe angemessen berücksichtigt werden. Im Testament können Sie außerdem pflegende Geschwister, Schwiegerkinder oder Bekannte begünstigen. Sie gingen ansonsten möglicherweise leer aus. Gibt es ein Testament, gilt der dort festgehaltene „letzte Wille“. Abkömmlingen (z. B. Kinder und Enkel) sowie Eltern und Ehegatten steht jedoch ein Pflichtteil zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Beachten Sie unbedingt, dass ein Testament handschriftlich verfasst und unterschrieben sein muss; Sie können sich hier auch an einen Notar wenden.

Schenkung
  • Mit einer Schenkung können Sie Angehörige schon zu Lebzeiten für die Pflege und Betreuung finanziell unterstützen. Freibeträge und variable Steuersätze machen diesen Weg auch mit Blick auf das Finanzamt interessant. Schenkungen innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Tod können allerdings zu einem Pflichtteilergänzungsanspruch führen und werden in die Berechnung des Nachlasses miteinbezogen. Unter bestimmten Voraussetzungen muss das Geschenk vom Beschenkten an den Pflichtteilsberechtigten herausgegeben werden. Aber nur Schenkungen im letzten Jahr vor dem Tod fließen voll in die Erbmasse ein, für jedes weitere Jahr reduziert sich der Betrag.

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Am Beispiel erklärt:

  • So wird die Pflege im Erbrecht anerkannt

    Die Pflege im Testament berücksichtigen

    Wie sich eine Schenk­ung steuerlich auswirkt

Weiterführende Links

Ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema „Erben und Vererben“ finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz:

Familie und Partnerschaft: Erbrecht

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