Betreutes Wohnen
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Ein selbstbestimmtes Leben im Alter – das wünschen sich viele Menschen. Wohngemeinschaften und betreutes Wohnen haben so immer mehr Zulauf. Sie bieten eine attraktive Alternative zum Pflegeheim. „Pflege-WGs“ können die Kosten für die Pflege teilweise gemeinsam tragen. Sie erhalten zum Beispiel Unterstützung für notwendige Umbauten oder einen monatlichen Wohngruppenzuschlag.

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mann umarmt von hinten ältere frau, die lächelt

Was ist betreutes Wohnen?

Viele Häuser und Wohnungen sind für das Leben im Alter nicht geeignet. Wer nicht in ein Pflegeheim umziehen möchte, kann das „betreute Wohnen“ wählen. Ein eigenständiges Leben ist so auch im privaten Umfeld möglich. Unter dem Begriff werden unterschiedliche Wohnformen zusammengefasst. Sie reichen vom „Wohnen mit Service“ bis zur Senioren-Wohngemeinschaft.

Vergleichen Sie daher am besten mehrere Angebote. Besonders beliebt sind ambulant betreute Wohngruppen. Die Bewohner nehmen hier Pflegeleistungen und häusliche Betreuung gemeinsam in Anspruch. Diese „Pflege-WGs“ werden seit 2013 von der Pflege­versicherung gezielt gefördert. Für die Qualität von betreutem Wohnen für ältere Menschen wurden Standards festgelegt. Sie sind in der Norm DIN 77800 erfasst.

mann umarmt von hinten ältere frau, die lächelt

Was ist betreutes Wohnen?

Viele Häuser und Wohnungen sind für das Leben im Alter nicht geeignet. Wer nicht in ein Pflegeheim umziehen möchte, kann das „betreute Wohnen“ wählen. Ein eigenständiges Leben ist so auch im privaten Umfeld möglich. Unter dem Begriff werden unterschiedliche Wohnformen zusammengefasst. Sie reichen vom „Wohnen mit Service“ bis zur Senioren-Wohngemeinschaft.

Vergleichen Sie daher am besten mehrere Angebote. Besonders beliebt sind ambulant betreute Wohngruppen. Die Bewohner nehmen hier Pflegeleistungen und häusliche Betreuung gemeinsam in Anspruch. Diese „Pflege-WGs“ werden seit 2013 von der Pflege­versicherung gezielt gefördert. Für die Qualität von betreutem Wohnen für ältere Menschen wurden Standards festgelegt. Sie sind in der Norm DIN 77800 erfasst.

Worauf sollte ich achten?
  • Altersgerechtes betreutes Wohnen sollte über das reine Wohnen hinausgehen. Achten Sie auf die angebotenen Grundleistungen und mögliche Wahlleistungen. Sie erleichtern den Alltag und bieten die notwendige Sicherheit.

    • Mit den Grundleistungen werden die Bewohner von täglichen Aufgaben entlastet. Ein haustechnischer Service ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein zentrales Notrufsystem. Weitere Angebote begleiten und unterstützen die Bewohner in allen Alltagsfragen.
    • Zusätzliche Unterstützungen sollten als Wahlleistungen angeboten werden. Ein Beispiel sind Pflegehilfen oder Reinigungsdienste für den persönlichen Bereich.

    Die Wahlleistungen sollten klar von den Grundleistungen abgegrenzt sein.

    Altersgerechtes betreutes Wohnen sollte über das reine Wohnen hinausgehen. Achten Sie auf die angebotenen Grundleistungen und mögliche Wahlleistungen. Sie erleichtern den Alltag und bieten die notwendige Sicherheit.

    • Mit den Grundleistungen werden die Bewohner von täglichen Aufgaben entlastet. Ein haustechnischer Service ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein zentrales Notrufsystem. Weitere Angebote begleiten und unterstützen die Bewohner in allen Alltagsfragen.
    • Zusätzliche Unterstützungen sollten als Wahlleistungen angeboten werden. Ein Beispiel sind Pflegehilfen oder Reinigungsdienste für den persönlichen Bereich.

    Die Wahlleistungen sollten klar von den Grundleistungen abgegrenzt sein.

Wie teuer ist betreutes Wohnen und welche Leistungen gibt es?
  • Die Kosten für betreutes Wohnen müssen Sie in der Regel selbst tragen. Neben den normalen Wohnkosten zahlen Sie eine monatliche Pauschale für die Grundleistungen. Als Richtwert können Sie von rund 100 Euro im Monat pro Wohnung ausgehen. Dazu kommen die Kosten für die individuellen Wahlleistungen.

    Falls Sie bereits eine Pflegestufe oder einen Pflegegrad haben, übernimmt die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten. In der Regel sind das die festgelegten Sätze des Pflegegeldes für die häusliche Pflege oder Sachleistungen. Bei einem geringen Einkommen haben Sie zudem Anspruch auf Wohngeld oder die Grundsicherung im Alter.

    Ambulante Wohngruppen werden besonders gefördert. Denn das selbstständige Leben in einer Gemeinschaft hilft, mit den Einschränkungen des Alters umzugehen. Wer sich für das Leben in einer betreuten Wohngruppe entscheidet, erhält deshalb einen pauschalen Zuschuss von monatlich 205 Euro bzw. ab dem 1. Januar 2017 214 Euro.

    Die Kosten für betreutes Wohnen müssen Sie in der Regel selbst tragen. Neben den normalen Wohnkosten zahlen Sie eine monatliche Pauschale für die Grundleistungen. Als Richtwert können Sie von rund 100 Euro im Monat pro Wohnung ausgehen. Dazu kommen die Kosten für die individuellen Wahlleistungen.

    Falls Sie bereits eine Pflegestufe oder einen Pflegegrad haben, übernimmt die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten. In der Regel sind das die festgelegten Sätze des Pflegegeldes für die häusliche Pflege oder Sachleistungen. Bei einem geringen Einkommen haben Sie zudem Anspruch auf Wohngeld oder die Grundsicherung im Alter.

    Ambulante Wohngruppen werden besonders gefördert. Denn das selbstständige Leben in einer Gemeinschaft hilft, mit den Einschränkungen des Alters umzugehen. Wer sich für das Leben in einer betreuten Wohngruppe entscheidet, erhält deshalb einen pauschalen Zuschuss von monatlich 205 Euro bzw. ab dem 1. Januar 2017 214 Euro.

Was sollte ich vor der Gründung einer Wohngruppe wissen?
  • Die Gründung einer Wohngemeinschaft hat finanzielle Vorteile. Bezogen auf das Raumangebot und die Nebenkosten sind große Wohnungen meist günstiger als kleinere. Falls Sie bereits eine Immobilie besitzen, können Sie die Betriebs- und Nebenkosten auf mehrere Bewohner umlegen.

    Die Räume einer Pflege-WG sollten möglichst barrierefrei sein. Auch der Mietvertrag sollte zu den besonderen Bedingungen passen. Achten Sie auf klare Regelungen, zum Beispiel falls ein Mitglied seine Miete nicht zahlen kann.

    Die Gründung einer neuen ambulanten Wohngruppe wird gefördert. Jeder pflegebedürftige Mitgründer kann bei seiner Pflegekasse einmalig eine Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragen. Die Anschubfinanzierung ist allerdings auf insgesamt 10.000 Euro je Wohngruppe begrenzt.

    Einen weiteren Zuschuss gibt es für notwendige Umbauten, zum Beispiel den Einbau eines Treppenlifts. Als Obergrenze für die Wohngruppe gilt dann ein Betrag von 16.000 Euro - Sofern die gleiche Maßnahme bei max. 4 weiteren Bewohnern vom medizinischen Dienst befürwortet wurde. Pro Bewohner können max. 4000 EUR angefordert werden. Falls sich die Pflegesituation ändert, können Sie einen weiteren Zuschuss für weitere Anpassungen beantragen.

    Die Gründung einer Wohngemeinschaft hat finanzielle Vorteile. Bezogen auf das Raumangebot und die Nebenkosten sind große Wohnungen meist günstiger als kleinere. Falls Sie bereits eine Immobilie besitzen, können Sie die Betriebs- und Nebenkosten auf mehrere Bewohner umlegen.

    Die Räume einer Pflege-WG sollten möglichst barrierefrei sein. Auch der Mietvertrag sollte zu den besonderen Bedingungen passen. Achten Sie auf klare Regelungen, zum Beispiel falls ein Mitglied seine Miete nicht zahlen kann.

    Die Gründung einer neuen ambulanten Wohngruppe wird gefördert. Jeder pflegebedürftige Mitgründer kann bei seiner Pflegekasse einmalig eine Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragen. Die Anschubfinanzierung ist allerdings auf insgesamt 10.000 Euro je Wohngruppe begrenzt.

    Einen weiteren Zuschuss gibt es für notwendige Umbauten, zum Beispiel den Einbau eines Treppenlifts. Als Obergrenze für die Wohngruppe gilt dann ein Betrag von 16.000 Euro - Sofern die gleiche Maßnahme bei max. 4 weiteren Bewohnern vom medizinischen Dienst befürwortet wurde. Pro Bewohner können max. 4000 EUR angefordert werden. Falls sich die Pflegesituation ändert, können Sie einen weiteren Zuschuss für weitere Anpassungen beantragen.

Was ist die DIN 77800?

In der Norm DIN 77800 sind die Anforderungen für betreutes Wohnen festgelegt. Dazu zählen neben der barrierefreien Wohnung auch verschiedene Leistungen und der Kontakt mit anderen Bewohnern.

Die Norm soll gemeinsame Standards festlegen, ist aber rechtlich nicht verbindlich.

Was ist die DIN 77800?

In der Norm DIN 77800 sind die Anforderungen für betreutes Wohnen festgelegt. Dazu zählen neben der barrierefreien Wohnung auch verschiedene Leistungen und der Kontakt mit anderen Bewohnern.

Die Norm soll gemeinsame Standards festlegen, ist aber rechtlich nicht verbindlich.

Wie wähle ich die richtige Wohngruppe aus?

Pflege-WGs gründen sich häufig im Bekanntenkreis oder durch Bürgerinitiativen. Kirchengemeinden, Seniorentreffs und Pflegestützpunkte sind hier oft gut informiert. Privatversicherte Kunden können sich außerdem an „compass“ – eine exklusive prviate Pflegeberatung.

  • Für die Besichtigung sollten Sie auf jeden Fall Termine vereinbaren.
  • Fragen Sie auch nach einem unverbindlichen Probewohnen.
  • Vor der endgültigen Wahl steht der Vergleich verschiedener Angebote. Stellen dafür Sie eine Punkteliste auf.

Entsprechende Vordrucke finden Sie im Internet, zum Beispiel auf den Seiten der BIVA.

 

Wie wähle ich die richtige Wohngruppe aus?

Pflege-WGs gründen sich häufig im Bekanntenkreis oder durch Bürgerinitiativen. Kirchengemeinden, Seniorentreffs und Pflegestützpunkte sind hier oft gut informiert. Privatversicherte Kunden können sich außerdem an „compass“ – eine exklusive prviate Pflegeberatung.

  • Für die Besichtigung sollten Sie auf jeden Fall Termine vereinbaren.
  • Fragen Sie auch nach einem unverbindlichen Probewohnen.
  • Vor der endgültigen Wahl steht der Vergleich verschiedener Angebote. Stellen dafür Sie eine Punkteliste auf.

Entsprechende Vordrucke finden Sie im Internet, zum Beispiel auf den Seiten der BIVA.

 

Zusätzliche Informationen

Ausführliche Informationen zum Wohnen im Alter finden Sie auf den Seiten der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA):

 

Recht & Geld

Pflege ist teuer. Das steht Ihnen zu - als Pflegebedürftiger sowie als Pflegeperson:

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Wohnen & Mobilität

Für die Pflege in den eigenen vier Wänden müssen viele Voraussetzungen geschaffen werden. Hieran müssen Sie denken:

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Richtig abgesichert

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